Aktuelle Veranstaltungen

Das Motto des Monats Januar lautet: "Indische Spiritualität und westliche "Leitkultur""

 

Das Jahr 2019 wird ein Besonderes: 50 Jahre Stonewall-Aufstand! Stoppt die Europawahl im Mai die rechten Populisten? Oder gibt es vielleicht eine neue Finanzkrise? Wir wollen die beiden ersten Veranstaltungen des "Café Karussell", dem offenen Treff für schwule Männer ab 60 Jahre und ihre Freunde, daher mit zwei besinnlichen Themen beginnen.

 

22.01.2019: Indische Spiritualität und christlich-atheistische "Leitkultur"

Christlich-rationalistisches Europa hier, orientalische Spiritualität dort? Diese Kategorisierung geht an der Realität vorbei. Die westliche Welt ist heute allenfalls noch zu 50% christlich. Auch in der Geschichte war Europa nie vollständig christlich, nicht einmal während des sehr christlichen Mittelalters. An den Ideen des  heidnischen und nicht-religiösen Philosophen Aristoteles hatten christliche Kirchenlehrer heftig zu knacken, und die Kirche schottete sich über Jahrhunderte durch Dogmen von als bedrohlich empfundene Denkweisen des Ostens ab. Sie wurden als Ketzerei verteufelt. Die Reise der "Beatles" im Februar 1968 zu Maharishi Mahesh Yogi markierte einen medienwirksamen Wendepunkt im Interesse vor allem der westlichen Jugend an (fern-)östlicher Spiritualität. Im Gespräch mit Dr. Stephan Nagel, Religions- und Kulturwissenschaftler aus Frankfurt, wollen wir uns am Beispiel der indischen Spiritualiät der Frage nähern, wie wir von Hindus, aber auch Muslimen lernen können, ohne unseren westlichen Wertekanon verleugnen zu müssen.

 

 

Das Motto des Monats Februar lautet: "Ein spätberufener Schwulenbewegter"

 

Die Tage werden langsam länger und der Februar naht.

 

05.02.2019: Andreas Meyer-Hanno: Große Oper!

Lesung aus dem im Herbst 2018 erschienenen Buch von Detlef Grumbach (Hg.) über den Opernregisseur, Schauspiellehrer und Schwulenaktivisten, Andreas Meyer-Hanno. Der Herausgeber hat eine fast 100-seitige biografische Skizze gewagt, die den Lebensweg von Andreas nachzeichnet: ausgehend von seiner Kindheit als Sohn einer jüdischen Mutter und eines kommunistischen Vaters im Berlin der 1930er Jahr,  über sein Studium der Musik- und Theaterwissenschaft an der Humboldt-Universität im Osten der Stadt bis hin zu seinem coming-out gegenüber der Mutter im Jahre 1955. Nach den ersten Regiearbeiten in Wuppertal begleitet von ersten Männerbeziehungen folgten ab 1972 Stellen als Oberspielleiter an renommierten Opernhäusern in Karlsruhe und Braunschweig, wo er - inzwischen bereits in seinen 40er Jahren - erste Kontakte zur dortigen Schwulengruppe aufnahm. Nach einer beruflichen Krise wurde er 1976 Professor für Szenisches Spiel an der Musikhochschule Frankfurt. Und hier begann gewissermaßen seine zweite Karriere: als Schwulenaktivist. Er engagierte sich ab 1977 im damals frisch eröffneten Schwulenzentrum "Anderes Ufer", gründete zusammen mit anderen eine der ersten und erfolgreichsten schwulen Theatergruppen in Deutschland, "Die Maintöchter", und errichtete 1991 schließlich die erste private Stiftung zur Förderung von lesbisch-schwulen Projekten. Andreas Meyer-Hanno starb am 07.09.2006 an Krebs. Die Lesung wird aber vor allem Auszüge aus Texten von Andreas umfassen, die den Hauptteil des Buches ausmachen.

 

19.02.2019: Impressionen über Andreas Meyer-Hanno

Wir zeigen ergänzend zu den am 05.02.2019 gelesenen Texten Interviews von Rosa von Praunheim mit Andreas sowie Auchnitte aus seiner Arbeit mit der schwulen Theatergruppe "Die Maintöchter".

 

Außerdem:

Jeden Dienstag in der Zeit von 14:00 bis 16:00 Uhr bietet ein qualifizierter Berater der AG36 – Schwules Zentrum – telefonische (069) 295959 und persönliche Beratung für homosexuelle Männer 60 plus in der Alten Gasse 36 an.

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