Aktuelle Veranstaltungen

Unser Thema im Monat März lautet: „Zirkusluft und Auftrittsangst“.

 

2012 veröffentlichte Freddy Quinn mit 81 Jahren den Song „Zirkusluft“, in dem er nochmal seine Leidenschaft für den Zirkus besang, die er in vielen Fernsehshows wie „Menschen, Tiere, Sensationen“ gezeigt hat. Auch für viele schwule Männer war Zirkus in der Jugend ein Ort der Sehnsucht nach einem Leben mit viel Glammer und ohne gesellschaftliche Zwänge, wo man in vielen Städten herumkam und sich doch nach zuhause sehnte: „Junge, komm bald wieder“.

Im Alter entwickeln aber viele ältere Menschen Angst davor, öffentlich in einem Theater oder Zirkus aufzutreten, nicht zuletzt, weil sie ihrem Körper nicht mehr die Beweglichkeit und Standsicherheit zutrauen, die man für solche Auftritte braucht.

 

05.03.2024 Zirkus der Generationen

Im Jahr 2023 hat das Gesundheitamt der Stadt Frankfurt in Zusammenarbeit mit dem Ginnheimer Stadtteilzirkus Zarakali erstmals einen „Zirkus der Generationen“ angeboten als Rezept gegen die Einsamkeit von Älteren und gegen die Isolation von Kindern im Stadtteil. Das Projekt wurde ein voller Erfolg. Die Seniorenzeitschrift 1/2023 berichtete darüber. Im Januar 2024 wurde das Projekt verlängert und sucht nun ältere Bürger, die Spaß daran haben, zusammen mit Kindern und Jugendlichen über mehrere Wochen hinweg ein unterhaltsames Zirkusprogramm zu erarbeiten. Daniela Scholl von der Auszeitagentur ruft im Auftrag der Stadt für den 8.3.2024 zu einem ersten Kennenlerntreffen von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr im Zirkus Zarakali, Platenstraße 79z in Frankfurt-Ginheim auf. Ich könnte mir vorstellen, dass es unter den Gästen des Cafe Karussell schwule Männer gibt, die sich gerne auf eine solche neue Erfahrung einlassen würden. Natürlich muss man keine akrobatische Glanzleistungen vollbringen. Humor, Einfallsreichtum und die Freude an einer gemeinsamen Arbeit sind entscheidend. Frau Scholl wird im „Karussell“ über die Ziele des Projektes informieren und würde sich freuen, wenn sich Interessenten melden.

 

19.03.2024 Körperliche Bewegung und Plastizität des Gehirns

Viele medizinische Studien zeigen, „dass körperliche Aktivität nicht nur das Demenzrisiko reduziert, sondern auch bei bestehender Erkrankung den Rückgang der kognitiven Fähigkeiten verzögert“. (Die Zeit 7.12.2020). Frau Prof. Voelcker-Rehage (Uni Chemnitz) hat in einer Studie 1206 Testpersonen zwischen 6 und 89 Jahren jonglieren üben lassen. Natürlich lernten die Jüngeren schneller, mit den Kugeln zu hantieren. Aber zwischen 30- und 75-Jährigen waren die Unterschiede gering und erst ab 80 dauerte es relativ lange, bis man die Bewegungsabläufe beherrschte. Wir wollen uns an dem Nachmittag mit den verschiedenen psychischen Widerständen beschäftigen, die uns oft daran hindern, im Alter nochmal mit regelmäßigem Training etwa für Akrobatik oder Klavierspielen zu beginnen: zu wenig Geduld, Fehler beim Üben zu tolerieren; man kann sich nicht vorstellen, das es Fortschritte gibt; und im Übrigen: „Kein Schwein schaut zu!“.

 

Alle Veranstaltungen finden nach jetziger Planung „live“ im Switchboard statt.

Alte Gasse 36, 60313 Frankfurt am Main, von 14:30 bis ca. 17 Uhr. Die eigentliche Veranstaltung beginnt gegen 15 Uhr.

 

Hygiene-Hinweis: Bei akuten Atemwegsinfektionen bitte zu hause ausruhen und das nächste Mal kommen.

 

Damit wir wegen der begrenzten Sitze im Switchboard (maximal 25 Sitzplätze) niemanden wegschicken müssen, bitten wir um Anmeldung unter cafekarussel@gmx.de.

 

Alle Veranstaltungen dauern ungefähr 1 1/2 Stunden.

Das Switchboard in der Alten Gasse 36 öffnet wie immer um 14:30 Uhr,

die eigentliche Veranstaltung beginnt gegen 15:15 Uhr.

 

Außerdem:

Jeden Dienstag in der Zeit von 14:00 bis 16:00 Uhr bietet ein qualifizierter Berater der AG36 – Schwules Zentrum – telefonische (069) 295959 und persönliche Beratung für homosexuelle Männer 60 plus in der Alten Gasse 36 an.

 

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